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Michael Haneke ist wieder da und Ken Loach auch: Das Filmfestival in Cannes dominieren männliche Filmemacher über 60, während es kein einziger Film einer Frau in den Wettbewerb schaffte. Das ist politisch zwar nicht korrekt, doch die Chancen für ein hochkarätiges Festival stehen gut.
Erwachsene sind oft viel zu vernünftig, findet Fotograf Peikwen Cheng aus Peking, wenn sie sich ihre Träume verbieten. Seine Bilder von aufgemotzten Karren und riesigen Schaukelpferden spielen mit der Phantasie - und sind doch total real. Neues aus der Reihe "Talents".
Sie sind in sich versunken, sie tun merkwürdige Dinge oder gar nichts - und niemals beziehen sie sich dabei auf andere. Was sind das für Figuren, die Stephen Waddell abgelichtet hat? Ganz normale Menschen. Das aber sehr malerisch. Neues aus der Reihe "Talents".
Aktenberge, Kopiervorgänge, traurige Überreste der Betriebsparty - und eine Hand, die eine Anzugschulter berührt: Fotograf Florian van Roekel war ein Jahr lang in niederländischen Konzernen unterwegs, um den Büroalltag einzufangen. An diesem Freitag wird er im Fotomuseum c/o Berlin als neues "Talent" gefeiert.
Mit "No woman no cry" oder "I Shot the Sheriff" wurde Bob Marley weltberühmt. Um den jamaikanischer Reggae-Musiker ranken sich zahlreiche Geschichten, sei es um seinen Rastafari-Glauben oder seine zahlreichen Kinder. Mit "Marley" kommt eine Dokumentation ins Kino, die den Menschen hinter der Musik zeigen soll.
Kreativität kennt keine Grenzen, erst recht in der Marketingbranche. Wenn der Chef da eine bahnbrechende Idee zur Diskussion stellt, ist der Input aller Mitarbeiter gefragt - in gewissen Grenzen. Dafür kommt aber manchmal jede Selbsterkenntnis zu spät.
Roman Lob, Deutschlands Vertreter bei Eurovision Song Contest, lässt sich in seiner Heimatstadt feiern.
Und los: Bereits vor der offiziellen Eröffnung gelingt in Cannes der erste große PR-Stunt. Sacha Baron Cohen nimmt als Diktator Aladeen die Huldigungen der Paparazzi entgegen. Nicht gerade das, was das Festival eigentlich möchte. Schließlich soll es um die Filmkunst gehen, und hier darf man tatsächlich gespannt sein.
Zwischen James-Bond-Schurke und absonderlichem Landesvater: Wohin er auch reist, Sacha Baron Cohen hat in seiner Rolle als Diktator Aladeen dekadenten Glamour und absurden Bombast im Gepäck. Seinen Staatsempfang inszeniert er sich einfach selbst. Dies bekam jetzt auch das Filmfestival von Cannes zu spüren.